Sagadin.
Maruša Sagadin *1978 in Ljubljana, Slowenien. Lebt und arbeitet heute in Wien.
Sagadin ist eine zeitgenössische Künstlerin mit einem ebenso vielfältigen wie umfangreichen Hintergrund, der sowohl den Leistungssport als auch akademische Studien umfasst. Sie brillierte als Skirennläuferin im ehemaligen Jugoslawien und später als Basketballspielerin in Österreich, wo sie in der österreichischen Frauenliga spielte und das Nationalteam vertrat. Nach Abschluss ihrer sportlichen Karriere widmete sich Sagadin der akademischen Welt und studierte Architektur an der Technischen Universität Graz, gefolgt von Performativer Kunst und Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien.
Sagadins künstlerische Praxis ist stark von ihrem architektonischen Hintergrund beeinflusst, der ihren einzigartigen Zugang zur Bildhauerei prägt. Sie erforscht die sozialen Dynamiken, die in der Architektur inhärent sind, und deren Mechanismen von Ein- und Ausschluss. Dabei taucht sie in die Schnittstelle von Geschlechternormen und strukturellen Merkmalen ein. Diese thematische Auseinandersetzung spiegelt sich in ihrer Auswahl von Kompositionen und Materialien wider, darunter Fichtenholz, Styropor und Beton. Sagadin nutzt einen multidisziplinären Ansatz, um kontinuierlich die Grenzen künstlerischen Ausdrucks herauszufordern und das Spektrum ihrer Praxis zu erweitern.